Junge Union Dinslaken stellt Antrag: Gründerfreundliches Dinslaken – mit Startups in die Zukunft

 

Die Junge Union Dinslaken (JU) hat in der vergangenen Fraktionssitzung der CDU einen Antrag vorgestellt, der sich mit dem Thema „Gründerfreundliches Dinslaken – mit Startups in die Zukunft“ beschäftigt. Mit dem Antrag soll die Verwaltung mit der Erstellung eines umfassenden Förderkonzeptes für die Ansiedlung und Unterstützung von Startup- und Gründerunternehmen beauftragt werden. Die CDU hat diesem Antrag einstimmig zugestimmt und an den Bürgermeister weitergeleitet. Nun muss der Rat über den Antrag entscheiden.

 

Phil Brüggemann, stellvertretender Vorsitzender der Jungen Union Dinslaken, hält fest: „Grundsätzlich stellt sich die Frage, wie sich der Dinslakener Haushalt in den nächsten Jahren und Jahrzehnten entwickeln wird. Durch das Haushaltsdefizit schreitet der Eigenkapitalverzehr Jahr für Jahr voran. Neben Einsparungsmöglichkeiten wird auch immer die Vergrößerung der Einnahmenseite angeführt. Für JU und CDU steht fest, dass Steuererhöhungen das letzte und fantasieloseste Mittel sind, um das Haushaltsdefizit zu verringern. Vielmehr ist darauf zu achten, dass sich das Steueraufkommen auf andere Weise erhöhen lässt, beispielsweise durch eine zukunftsorientierte Flächenentwicklungspolitik. Jedoch ist nicht abzusehen, dass die Stadt Dinslaken weitere Gewerbeflächen ausweisen darf. Brachliegende Gewerbeflächen können aufgrund von Desinteressen der jeweiligen Eigentürmer momentan nicht genutzt werden.

Die Gemeindeprüfungsanstalt stellte in ihrer letzten Prüfung fest, dass die Stadt Dinslaken ein vergleichsweise geringes Aufkommen an Gewerbesteuer hat. Darüber hinaus stammt ein Großteil des Gewerbesteueraufkommens von einer überschaubaren Anzahl an Unternehmen. Aus diesem Grund wird das Gewerbesteueraufkommen immer unplanbarer, da es enormen Schwankungen unterliegen könnte, weil sich die Hauptlast auf wenige Schultern verteilt.“

 

 

„Deswegen ist es wichtig, dass sich Dinslaken als Wirtschaftsstandort zukunftsfest aufstellt und heute in eine erfolgreiche Zukunft investiert. Dinslaken soll zu einer startup- und gründerfreundlichen Stadt werden. Ziel dieses Antrags ist, optimale Rahmenbedingungen für Gründungen zu schaffen.“, so Fabian Schneider, Vorsitzender der Jungen Union Dinslaken.

Schneider weiter: „Mit dem Antrag soll die Stadtverwaltung damit beauftragt werden, ein umfassendes Konzept zu entwickeln. Die Verwaltung soll aufzeigen, wie eine gründerfreundliche Infrastruktur geschaffen werden kann. Diese fängt bei verwaltungsinternen Strukturen an und reicht bis zur Bereitstellung von Räumlichkeiten, die entsprechend ausgestattet sind. Gemeinschaftlich nutzbare Geschäfts- und Büroräume sind dabei ein wichtiger Baustein. Dies würde der Stadt ebenfalls ermöglichen, Leerstände mit Leben zu füllen. Es ist zu überprüfen, ob mit externen Partnern ein Gründungszentrum geschaffen werden kann, beispielsweise auf dem Zechengelände. Des Weiteren soll die Verwaltung darlegen, wie seitens der Stadt in Zusammenarbeit mit der EntwicklungsAgentur Wirtschaft des Kreises Wesel und mit externen Partnern eine umfangreiche Beratung von potentiellen Existenzgründern erfolgen kann. Die Beratung soll umfassend sein. Hier könnte in enger Kooperation mit der NISPA und anderen Partnern ein umfangreiches Beratungsprogramm geschaffen werden. Darüber hinaus soll ein Netzwerk und eine gemeinsame Plattform zwischen der heimischen Wirtschaft, dem KreativQuartier Lohberg, anderen Akteuren und den Startup-Unternehmen hergestellt werden. Wir wollen dazu noch den Gründergeist in der Bevölkerung neu entfachen und möchten die Verwaltung damit beauftragen, einen Gründerwettbewerb mit einer attraktiven Dotierung zu konzipieren, beispielsweise für Jungunternehmer. Eine Einbeziehung von lokalen Partnern ist hier ebenfalls zu prüfen. Ein Gründerpreis in Zusammenarbeit mit den Schulen ist darüber hinaus zu entwickeln. Wichtig bei der Erstellung dieses Konzeptes ist es, dass die Verwaltung über den Tellerrand hinausblickt und sich mit anderen Kommunen austauscht, die bereits kommunale Maßnahmen zur Förderung von Gründungen und Startups ergriffen haben. Hier ist als Vorbild die Stadt Mannheim zu nennen. Auch unsere Partnerstadt Agen verfügt über ein Innovations- und Gründerzentrum.“