Keine Frauenquote für die Kommunalwahl 2020!

Nach der Äußerung der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Wesel halten wir es für geboten, Position zu beziehen:                                                                                                                                                                                       Wir wollen keine Frauenquote auf den Wahllisten bei der nächsten Kommunalwahl im nächsten Jahr! Wir finden das Ziel, mehr Frauen in Kommunalparlamente zu bringen richtig, halten den Weg jedoch für falsch.

Gerade wir als Christdemokraten wünschen uns auch mehr Frauen in den Parteistrukturen.                                                                                                                                                                                   Doch wo führt eine solche Quote hin? Und wie soll diese überhaupt durchgesetzt werden?

Dazu unser Kreisvorsitzender: “Mehr Frauen im Parlament? Klar! Aber nicht mit einer Quote. Ein starker Einschnitt in das Wahlrecht, äußere Merkmale und eine Sortierung durch den Staat dürfen in einer freien Demokratie grundsätzlich keine Rolle bei der Besetzung von pol. Mandaten spielen. Soll eine Quote eigentlich auch dann gelten, wenn eine Frauenpartei kandidiert? In unserem politischen System sind Parteien für die Rekrutierung von politischem Personal und für die Besetzung von pol. Mandaten zuständig. Ohne mehr Engagement von Frauen in Parteien ist eine wirklich gerechte Parität nicht möglich. Leider haben dort alle Parteien ein Defizit!”

Wenn es eine Quote für das Geschlecht von etwa Ratsmitgliedern gibt, dann warum nicht auch für das Alter? Das wäre nur konsequent.                                                                                                                                                                                                   Wir als Junge Union Kreis Wesel verstehen uns als Anwalt der Interessen der jungen Generation. Doch eine Quote zugunsten der jüngeren Bevölkerung ist für uns ebenso undenkbar. Wir handeln lieber selbstständig und haben uns daher das Ziel gesetzt, in der nächsten Wahlperiode mindestens einen JUler in jedem Kommunalparlament sitzen zu haben, daran arbeiten wir!

Bei der praktischen Umsetzung einer solchen Frauenquote haben wir ebenfalls größte Bedenken: Wenn sich zu wenig Frauen auf eine Liste aufstellen lassen, sollen dann auch automatisch genauso wenig Männer vermerkt werden? Beispiel: Es finden sich drei Frauen, die sich aufstellen lassen würden. Dann kann die Liste maximal aus sechs Personen bestehen, da die siebte Person bzw. der siebte Listenplatz nicht mehr paritätisch zu besetzten wäre. Was ist aber wenn sich herausstellt, dass sieben Listenplätze ziehen obwohl man laut Quote nur sechs Plätze besetzen konnte?

Abschließend können wir zumindest unsere Zufriedenheit im Hinblick auf die „Frauenquote“ bei den Spitzenmandatsträgern der CDU im Kreis Wesel zum Ausdruck bringen: Mit Sabine Weiss oder Charlotte Quik sind wir Christdemokraten „überquotlich“ sehr gut aufgestellt. Und das ist auch gut so – ganz ohne Quote!

Zum Bericht:

https://rp-online.de/nrw/staedte/wesel/gleichstellungsbeauftragte-im-kreis-wesel-fordern-frauenquote-fuer-wahllisten_aid-46854981