Holocaustüberlebende erzählt ihre Geschichte

Es war eine ganz besondere Veranstaltung aus der Reihe „JU trifft digital“. Am letzten Donnerstag hat die Holocaustüberlebende Eva Weyl ca. 50 Interessierten von ihrer Geschichte erzählt. Normalerweise stehe sie vor Schülern in einer Aula, sagte Frau Weyl eingangs zu der Zoom-Veranstaltung. Doch die Tatsache, dass die Zuhörer dem Vortrag nun nicht live, sondern vor einem Bildschirm erleben konnten, schadete der Atmosphäre kein bisschen. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass es eine ganz besondere Veranstaltung war. Es haben nicht nur Mitglieder der Jungen Union teilgenommen, sondern auch ältere Mitbürger oder sogar kleine Kinder, die mit am Bildschirm saßen.

Frau Weyl nutzte ca. eineinhalb Stunden, um über ihre Erfahrungen während des Holocausts zu berichten. Als Kind ist sie zusammen mit ihrer Familie von Kleve nach Arnheim gezogen, nachdem im Laufe der 1930er Jahre die Nazis in Deutschland Diskriminierung und Gewalt gegen Juden institutionalisierten. Im Jahre 1942 leistete die Familie Weyl dem Aufruf Folge, sich in das Konzentrationslager Westerbork einzufinden. Dort blieb die Familie dann bis Kriegende.

Frau Weyl nutzte immer wieder die Gelegenheit und rief die Zuhörer dazu auf, sich gegen Hass und Diskriminierung einzusetzen. Der Jungen Union Kreis Wesel ist es ein Anliegen, sich gegen das Vergessen einzusetzen. In Frau Weyls Worten: Es ist nicht unsere Schuld, was damals passiert ist, aber es ist unsere Verantwortung, dass die Erinnerung daran nicht in Vergessenheit gerät.